Ratgeber · Räumung
Haus entrümpeln vor dem Verkauf: so gehen Sie vor
Eine volle Immobilie lässt sich schwer verkaufen. Gleichzeitig ist das Entrümpeln oft der Schritt, vor dem Eigentümer am meisten zurückschrecken – weil es viel Arbeit ist und manchmal auch emotional. Mit einem klaren Plan geht es leichter.
Vor dem ersten Karton: einen Plan machen
Gehen Sie zuerst einmal mit Zettel oder Handy durch alle Räume und legen Sie drei Gruppen fest:
- Behalten – was Sie mitnehmen oder an Familie weitergeben
- Weitergeben – was noch gut ist und verkauft oder verschenkt werden kann
- Entsorgen – alles andere
Markieren Sie die Dinge zum Behalten deutlich, zum Beispiel mit farbigen Klebepunkten. Dann weiß jeder, der hilft, sofort Bescheid.
Die richtige Reihenfolge
- Unterlagen und Wertsachen sichern – Dokumente, Schmuck, Fotos, Schlüssel. Das sollte immer zuerst passieren.
- Keller, Dachboden und Garage – hier steht am meisten, und hier wird am meisten unterschätzt.
- Nebenräume wie Abstellkammer und Gästezimmer
- Wohnräume – zuletzt, damit Sie bis dahin noch normal wohnen können
- Besenrein übergeben – danach kann die Reinigung beginnen
Wie lange es wirklich dauert
Wer selbst entrümpelt, unterschätzt fast immer die Zeit. Jeder Schrank muss geöffnet, jede Kiste durchgesehen werden. Dazu kommen Fahrten zum Wertstoffhof, die Organisation von Abholterminen und das Zerlegen großer Möbel.
Als grobe Faustregel: Für einen vollen Keller sollten Sie allein mit einem ganzen Wochenende rechnen. Ein professionelles Team schafft dieselbe Arbeit meist in wenigen Stunden.
Wohin mit den Möbeln?
- Verkaufen: Gut erhaltene Möbel lassen sich über Kleinanzeigen verkaufen. Planen Sie dafür aber genug Vorlauf ein.
- Verschenken: Viele soziale Einrichtungen holen brauchbare Möbel ab – oft mit längeren Wartezeiten.
- Mitverkaufen: Eine Einbauküche oder Einbauschränke können Sie dem Käufer anbieten. Das gehört dann in den Kaufvertrag.
- Entsorgen: Für große Mengen ist eine professionelle Räumung meist der schnellste Weg.
Wenn es emotional wird
Gerade wenn Sie in der Immobilie lange gelebt haben, steckt in vielen Dingen eine Geschichte. Nehmen Sie sich für Erinnerungsstücke bewusst Zeit, bevor die eigentliche Räumung beginnt. Was Sie behalten möchten, legen Sie in einen eigenen Raum oder packen es vorher ein. Den Rest können Sie dann mit gutem Gewissen abgeben.
Entrümpeln lassen: worauf Sie achten sollten
- Festpreis nach Besichtigung statt Abrechnung nach Stunden oder Kubikmetern, die erst hinterher feststehen
- Klare Absprache, was bleibt und was geht – am besten schriftlich
- Ordentliche Entsorgung über zugelassene Entsorger
Bei uns geht die Räumung direkt in die nächsten Schritte über: Reinigung, kleine Reparaturen und Fotos. So steht Ihre Immobilie schnell und ohne Lücken im Zeitplan für den Verkauf bereit.
Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Entrümpelung?
Eine normal eingerichtete Wohnung räumen wir meist an einem bis zwei Tagen. Bei Häusern mit Keller, Dachboden und Garage planen wir mehr Zeit ein. Den genauen Zeitrahmen nennen wir Ihnen nach der Besichtigung.
Muss ich bei der Räumung dabei sein?
Nein. Wichtig ist nur, dass vorher klar ist, was bleibt und was weg soll. Das besprechen wir bei der Besichtigung und halten es fest. Den Fortschritt sehen Sie in Ihrem Bearbeitungsstatus.
Was passiert mit Dingen, die noch gut sind?
Was noch brauchbar ist, geben wir nach Möglichkeit weiter, statt es zu entsorgen. Wertsachen und Unterlagen, die wir finden, legen wir für Sie zur Seite.
