Ratgeber · Besichtigung
Besichtigung vorbereiten: 10 Tipps, die wirklich zählen
Bei der Besichtigung entscheidet sich, ob aus Interesse ein Angebot wird. Viele Punkte kosten fast nichts – man muss nur an sie denken. Hier sind die zehn, die wir aus der Praxis für am wichtigsten halten.
1. Licht an – überall
Öffnen Sie alle Rollläden und Vorhänge und schalten Sie zusätzlich das Licht ein, auch tagsüber. Dunkle Ecken wirken kleiner und lassen Fragen entstehen. Tauschen Sie defekte Leuchtmittel vorher aus.
2. Gut lüften
Gerüche nimmt man in der eigenen Wohnung kaum noch wahr, Besucher aber sofort. Lüften Sie vor dem Termin gründlich, und verzichten Sie auf starke Duftsprays – die wirken schnell so, als solle etwas überdeckt werden.
3. Aufräumen und Flächen freimachen
Arbeitsflächen in Küche und Bad sollten möglichst leer sein. Persönliche Dinge wie Familienfotos dürfen weg, damit sich Interessenten ihr eigenes Leben in den Räumen vorstellen können.
4. Kleine Mängel beheben
Ein tropfender Wasserhahn, eine lose Steckdosenabdeckung oder ein Loch in der Wand: Jeder dieser Punkte bringt Interessenten auf die Frage, was sonst noch nicht stimmt. Die meisten Kleinigkeiten sind mit wenig Aufwand erledigt.
5. Bad und Küche glänzen lassen
Das sind die Räume, die Käufer am genauesten ansehen. Saubere Fugen, entkalkte Armaturen und frisches Silikon machen einen großen Unterschied.
6. Eingangsbereich nicht vergessen
Der erste Eindruck entsteht schon vor der Tür: Klingelschild, Hauseingang, Briefkasten, bei Häusern auch Vorgarten und Einfahrt. Kehren, Unkraut entfernen, Mülltonnen aus dem Blickfeld.
7. Keller, Dachboden und Garage zugänglich machen
Interessenten wollen auch diese Räume sehen. Wenn dort Kisten bis zur Decke stehen, entsteht der Eindruck von zu wenig Platz – oder von Feuchtigkeit, die man nicht sehen kann.
8. Unterlagen griffbereit haben
Energieausweis, Grundrisse, Wohnflächenberechnung, bei Wohnungen die Protokolle der Eigentümerversammlungen. Wer auf Fragen sofort eine Antwort hat, wirkt vorbereitet und vertrauenswürdig.
9. Ehrlich mit Mängeln umgehen
Bekannte Schäden sollten Sie offen ansprechen. Das schafft Vertrauen und schützt Sie rechtlich. Eine gute Vorbereitung soll den Gesamteindruck verbessern, nicht Mängel verstecken.
10. Vorab einen virtuellen Rundgang anbieten
Mit einem 360°-Rundgang können sich Interessenten die Immobilie schon vorher am Bildschirm ansehen. Zur Besichtigung kommen dann vor allem Menschen, die ernsthaft interessiert sind. Mehr dazu im Artikel über den virtuellen 360°-Rundgang.
Häufige Fragen
Soll ich bei der Besichtigung dabei sein?
Das kommt darauf an. Viele Interessenten trauen sich mehr zu fragen und zu schauen, wenn der Eigentümer nicht danebensteht. Verkauft ein Makler, übernimmt er die Führung. Verkaufen Sie privat, halten Sie sich lieber etwas im Hintergrund.
Leer oder möbliert besichtigen?
Beides kann funktionieren. Wichtig ist, dass die Räume aufgeräumt sind und nicht überladen wirken. Leere Räume sollten dafür besonders sauber und hell sein, weil jede Macke stärker auffällt.
